Leistungsspektrum
OrthoCure Berlin
Leistungen
Stoßwellentherapie
Die Stoßwelltherapie (ESWT) ist in der orthopädischen/ unfallchirugischen Behandlung ein hochmodernes medizinisches Verfahren zur konservativen Therapie.
Sie stellt eine Weiterentwicklung der seit vielen Jahren angewandten Stoßwellenlithotripsie zur Zertrümmerung von Nierensteinen mittels akustischer Schallwellen dar.
Stoßwellen sind energiereiche Wellen, welche das Weichteilgewebe und das Wasser im Körper durchdringen. An Grenzflächen wie Kalkablagerung oder Sehen und Muskelfasern werden diese reflektiert, sodass die Durchblutung gesteigert und ein intensivierter Stoffwechsel beobachtet wird.

Die Stoßwelle führt darüber hinaus durch die sie begleitenden Scher- und Druckkräfte zu biologischen Reaktionen. Dieser als Mechanotransduktion bezeichnete Wirkmechanismus wird für die folgenden wissenschaftlich nachgewiesen Effekte verantwortlich gemacht.
- Erhöhung der Zellpermeabilität
- Stimulation der Mikrozirkulation (Blut, Lymphe)
- Ausschüttung der Substanz
- Reduktion unmyelinisierter Nervenfasern
- Ausschüttung von Stickoxid (NO), das Vasodilatation, erhöhten Stoffwechsel und Angiogenese bewirkt und entzündungshemmend wirkt
- Antibakterieller Effekt
- Ausschüttung von Wachstumshormonen (Blutgefässe, Epithel, Knochen, Kollagen usw.)
- Stimulation von Stammzellen
- Stimulation von Nervenzellen (Aktionspotentiale)
Die initial bei Knochenheilungsstörungen eingesetzte Therapie erweiterte sich im Rahmen der Anwendungen an hunderttausenden Patienten schnell auf die Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen des muskuloskelettalen Systems.
Laut Deutschsprachige Internationale Gesellschaft für Extrakorporale Stoßwellentherapie –DIGEST e. V. findet sie Anwendung bei
- Sehnenentzündungen bei Kalkablagerung (Z.n. die Kalkschulter)
- Reizzustand der Sehnenansätze (Z.n. Tennis oder Golferarm, Trochanterschmerzsyndrom,
- Achillessehnentendinopathie, Patellaspitzensyndrom, Hamstring-Tendinopathie
- Kontrakturen (Verkürzung) der Sehnen (z.b. Morbus Dupuytren)
- Entzündung des Fasergewebes auf und zwischen den Muskeln (Faszien): (z.B. plantare Fasciitis)
- gutartige Erkrankung mit Verdickung des Bindegewebes/ der Faszien (Fibromatosen): z.B. Morbus Ledderhose
- Knochenschäden: z.B. Osteochondrosis dissecans, aseptische Hüftkopfnekrose
- Knochenheilungsstörung (Pseudarthrose)
- Schmerzthrapie der Muskeln und Faszien (myofaszial)
Leistungen
Manuelle Therapie / Chirotherapie
Manuelle Medizin/Chirotherapie
Die Manuelle Medizin ist zusammen mit der Chirotherapie eine Therapie bei Beschwerden und Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Dabei werden Bewegungseinschränkungen und Schmerzen in Gelenken (zum Beispiel bei Blockierung der Wirbelsäule), sowie Muskeln und Faszien behandelt. Durch das Grundprinzip der manuell (mit den Händen) durchgeführten Untersuchung und Therapie unterscheidet sich die Manuelle Medizin/ Chirotherapie von der invasiven (chirurgischen) und medikamentösen Therapie.

Historisches
Die ersten belegten Behandlungen im Sinne der Manuellen Medizin reichen in einigen ägyptischen Schriften 5000 Jahre zurück. Genauere Überlieferungen gibt es aus dem 5 Jh. vor unserer Zeitrechnung aus Griechenland. Sie werden dem griechischen Arzt Hippokrates zugeschrieben. 61 Schriften aus verschiedenen Zeiten berichten über das Wirken des Begründers unseres Medizinverständnisses. In seinen überlieferten medizinischen Abhandlungen über den menschlichen Körper wurden zum ersten Mal die Gelenke der Wirbelsäule als zentrales Bewegungsorgan erwähnt. Er legte damit den Grundstein für die heute existierende Manuelle Medizin. Einige Elemente haben auch heute noch Gültigkeit. Bis ins 17. und 18. Jh. wurde die unter dem Namen Chirotherapie (altgriech. Cheir=Hand und therapeia=Dienst, heilen) bekannte Form der Medizin mit den Händen von Heilern oder Laien praktiziert.
Dann riss diese Tradition plötzlich ab. Der Grund: die steigende Bedeutung der medikamentösen Therapie und der Chirurgie. Erst im 19. Jh. tauchte die jahrhundertealte Form der Behandlung in den USA wieder auf. Im 19. Jh. entwickelten sich in den USA fast zeitgleich zwei ähnliche Behandlungsrichtungen: Chirotherapie und Osteopathie Amerikanische Ärzte brachten das Wissen beider Richtungen nach Europa. Aus der amerikanischen Chirotherapie entstand in Europa die wissenschaftliche Manuelle Medizin. Heute gehört die Manuelle Medizin zu den etablierten wissenschaftlichen Fachgebieten in der Medizin. Durch die bahnbrechenden Erkenntnisse der Hirnforschung und Neurowissenschaften sowie der noch jungen Membranbiochemie ist der Nachweis ihrer Wirksamkeit erbracht.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Manuelle Medizin
Leistungen
Hyaluronsäuretherapie
Hyaluronsäure
Hyaluronsäure ist ein Mehrfachzucker (Polysaccharid), der fast überall natürlich in unserem Körper vorkommt, insbesondere in der Gelenkflüssigkeit, in den Knochen, in den Bandscheiben, aber auch in der Haut und in unseren Augen. Aufgrund der räumlichen Struktur kann Hyaluronsäure viel Wasser binden und sorgt so für eine stabile und reibungsfreie Mechanik der Gelenke.

Wirkungen und mechanische Funktion:
Wasserspeicherung
Die Hyaluronsäure besitzt die Fähigkeit, relativ zu ihrer Masse sehr große Mengen an Wasser zu binden (bis zu sechs Liter Wasser pro Gramm).
Druckbeständigkeit
Wasser ist kaum komprimierbar, und diese Eigenschaft bleibt auch in hyaluronsäurehaltigem Gewebe gültig, in dem sehr viel Wasser gebunden werden kann. Dies gilt allgemein für große Teile des Bindegewebes. Ein bekanntes Beispiel ist der Nucleus pulposus, der Gallertkern der Bandscheiben, der deshalb große Teile des Körpergewichts tragen kann.
Schmiermittel
Die Hyaluronsäure ist Hauptbestandteil der Synovia (Gelenkflüssigkeit) und wirkt als Schmiermittel bei allen Gelenkbewegungen. Sie zeichnet sich hier zusätzlich durch strukturviskose Eigenschaften aus; ihre Viskosität verändert sich mit einwirkenden mechanischen Kräften, genauer: Sie nimmt ab, je stärker die Scherkräfte werden. Zudem ist sie zwar flüssig, aber durch ihre hochmolekulare Gestalt so viskos, dass sie nicht wie Wasser aus dem Gelenk herausgepresst wird. Durch chemische Wechselwirkungen und die äußere Form „haftet“ sie besonders gut am Knorpel des Gelenks.
Wirken nun im Anfang einer Bewegung, zum Beispiel im Kniegelenk bei Absprung oder beim Stehen, starke Druckkräfte auf ein Gelenk, knäueln sich die Moleküle zu Kugeln zusammen und hängen wie in einem Kugellager an der Knorpeloberfläche.
Wenn aber eine schnelle Scherbewegung nötig ist, so zum Beispiel beim Lauf, wird die Zähigkeit der Hyaluronsäure wegen ihrer Strukturviskosität herabgesetzt und die Reibung verringert.
Anwendungsgebiete:
Hyaluronsäureinjektionen sind bei schmerzhaften Krankheitsbildern wie der Arthrosen (Grad II-III), der Meniskopathien, aber auch bei Sehnenentzündungen (Tendinopathien) wirksam und belegt. Der Nachweis der Wirksamkeit hatte die Aufnahme der intraartikulären Hyaluronsäure-Therapie in die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V.) Leitlinie bei symptomatischer Gonarthrose zur Folge.
Bei privatversicherten Patienten und Beihilfeberechtigten wird die Therapie überwiegend vollumfänglich von der Krankenversicherung übernommen. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen in der Regel nicht für eine Injektion mit Hyaluronsäure. Wir empfehlen trotzdem immer die Rücksprache mit Ihrer Krankenversicherung.
Quelle: register.awmf.org, wikipedia.org; sportärztezeitung.com
Leistungen
Ultraschalldiagnostik
Ultraschalldiagnostik der Gelenke
Ultraschalluntersuchungen der Gelenke werden als Arthro-Sonographie bezeichnet.
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie), ist ein bildgebendes Verfahren mit Anwendung von nicht hörbarem Ultraschall zur Untersuchung von Gelenken, Bändern, Sehnen und Knochenoberflächen.
Ein wesentlicher Vorteil der Sonographie gegenüber der Röntgenuntersuchung liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen. Auch sensible Gewebe wie z.B. bei Ungeborenen werden nicht beschädigt und die Untersuchung verläuft schmerzfrei.
Zudem kann die Untersuchung direkt im Seitenvergleich erfolgen und zeigt eine Echtzeitdarstellung der Strukturen, sodass auch eine dynamische Untersuchung (während der Gelenkbewegung) möglich ist.
Besondere Bedeutung hat die Ultraschalldiagnostik bei:
- Sehnentzündungen (Tendinitis), Schleimbeutelentzündungen (Bursitis)
- Sehnenverletzungen (Rupturen)
- Gelenkergüsse nach Verletzung oder Überbelastung, sowie im Rahmen der Arthrose
- Muskelverletzungen (z.B. Rotatorenmanschettenläsionen)
- Knochenverletzung (Fraktur)
- Verkalkungen (Kalzinosen)
- Einblutungen (Hämatome)

Leistungen
Akupunktur
Nach den Lehren der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) besteht der gesamte Organismus aus einem dichten Netzwerk von Leitbahnen (Meridianen), durch welche die Lebensenergie fließt.
Diese lebenserhaltenden Kräfte treten im Körper in Wechselwirkung, sodass Ihr vollständiges Gleichgewicht den idealen Gesundheitszustand darstellt.
Es gibt 14 Meridiane mit 361 klassischen Akupunkturpunkten. Je nach Krankheitsbild oder -symptom werden Akupunkturnadeln entlang der betroffenen Meridiane gesetzt.
Durch die gezielte Reizung bestimmter Punkte auf den Meridianen greift Akupunktur steuernd in gestörte Organ- und Nervenfunktion ein, lindert Beschwerden und regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Auf diese Weise trägt sie zur seelischen und körperlichen Gesundheit bei.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste von etwa 100 Erkrankungen veröffentlicht, die sich für eine Akupunkturbehandlung anbieten. Von deutschen gesetzlichen Krankenkassen werden seit 2007 Akupunktursitzungen bei chronischen Rücken- und Knieschmerzen als Regelleistung bezahlt.

Historisches
Die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin):
Die Akupunktur entwickelte sich auf der Grundlage der Beobachtung, dass die Einwirkung spitzer Gegenstände auf den Körper Beschwerden lindern kann. Die Systematisierung dieser Phänomene erfolgte während der Zeit der Streitenden Reiche (475 – 221v. Chr.), zur Zeit der Qin (221 – 206 v. Chr.) und Han (206 v. – 220 n. Chr.) unter dem Einfluss der sich verbreitenden Naturphilosophie mit den Grundtheorien der Yin-Yang- und der 5 Wandlungsphasen-Lehre.
Anfangs wurden die Erkenntnisse und Beobachtungen nur vom Meister an den Schüler weitergegeben. Später begannen Gelehrte diese Erfahrungen aufzuschreiben. Die erste große Auszeichnung ist das Huang Di Nei Jing (übersetzt: Leitfaden des Gelben Ahnenherrschers) um 200 v.Chr. Im Verlauf der Jahrhunderte veränderten und erweiterten sich die Erkenntnisse. Sie waren, ebenso wie unsere westliche Volksmedizin, beeinflusst durch die Weltanschauungen ihrer Zeit.
Die TCM wendet sich den Fragen von Krankheit und Heilen auf ganz andere Weise zu als unsere westliche Schulmedizin.
Die TCM ist in erster Linie eine Erfahrungsheilkunde, im Gegensatz zur westlichen Medizin, in der jede Therapie wissenschaftlich und experimentell erforscht und untersucht wird. Viele Heilkundige haben im Lauf von mehreren tausend Jahren erfahren, was dem Kranken hilft und diese Erfahrungen mit großem Erfolg angewendet.
In der TCM untersucht der Arzt nicht eine einzelne Krankheit oder Ursache, sondern er fügt alle Beschwerden und Eigenschaften des Patienten zusammen, bis sich das „Muster der Disharmonie“ herauskristallisiert. Die Disharmonie wirkt sich auf alle Organe aus und äußert sich dann in unterschiedlichen Beschwerden. Im Laufe der letzten Jahre ist es jedoch gelungen in zahlreichen Studien einzelne Wirkaspekte der Akupunktur gut zu belegen.
Quelle: Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V.
OrthoCure Berlin
Dr. med. Marcus Wenzl
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Kontakt
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Terminsprechstunde:
Montag 08:00 bis 14:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag 9:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Freitag 08:00 bis 13:00 Uhr
Samstag nach Vereinbarung
Akutsprechstunde:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und jeden 2. Samstag um 09:00 Uhr